Lütjensee ist Landmusikort 2026
Der Deutsche Musikrat (DMR) und der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) zeichnen insgesamt 13 Gemeinden als Landmusikorte 2026 aus. Die prämierten Kommunen sind geprägt von einem besonders vielfältigen, ehrenamtlich und professionell getragenen, innovativen und kreativen Kulturleben und sind als lokale Leuchtturmprojekte strahlende Vorbilder für das Musikgeschehen in Deutschland.
Lütjensee (Kreis Stormarn) erhält Förderpreis
Mit lebendigen und vielfältigen kulturellen Angeboten überzeugt die Gemeinde Lütjensee im Kreis Stormarn. Herauszuheben ist dabei die intensive und gezielte Nachwuchsarbeit. Die örtliche Ganztagsschule ermöglicht jedes Jahr rund 130 Kindern, kostenfrei ein Instrument zu lernen (Mandoline, Gitarre und Ukulele). Auch die Grundschule trägt mit jährlichen Musicalaufführungen zur musikalischen Bildung bei. In der Gemeinde besteht eine regelmäßige Zusammenarbeit zwischen professionellen und Amateur -Musiker*innen, aus der ein breites Angebot von Oper über Tango und Irish Folk bis hin zur Big Band entsteht. Ein jährlicher Höhepunkt ist das Adventskonzert, bei dem mehrere hundert Musiker*innen zu jeder vollen Stunde kurze Konzerte in der Kirche gestalten.
Die Förderpreise sind mit je 2.000 € dotiert. Diese Preisgelder sollen für weitere Projekte der Amateurmusik oder für die Zusammenarbeit zwischen Profi- und Amateurmusik eingesetzt werden und neue Initiativen anstoßen.
Erster Preis geht nach Sachsen
Neben zehn Förderpreisen wurden drei Bundespreise an Kommunen im ländlichen Raum vergeben:
1. Bundespreis: Stadt Ehrenfriedersdorf (Sachsen)
2. Bundespreis: Gemeinde Reichenwalde (Brandenburg)
3. Bundespreis: Stadt Hirschau (Bayern)
Der erste Platz, die Stadt Ehrenfriedersdorf, überzeugte die Fachjury durch die Verbindung traditioneller erzgebirgischer Musikkultur mit modernen Klangwelten, Nachwuchsförderung und internationalen Impulsen. Besondere Auftrittsorte wie die Naturbühne und das Besucherbergwerk, innovative Formate sowie ein breites Konzertangebot zeugen von einer gelebten musikalischen Identität. Zudem ist in Ehrenfriedersdorf im Jahr 2025 ein Weltrekord gelungen: Die Stadt hat ein 63 Meter langes, geklöppeltes Notenband des Steigerliedes geschaffen.