LandesJugendEnsemble für Neue Musik 2026
Vom 10. bis 16. August 2026 fand im Nordkolleg Rendsburg das LandesJugendEnsemble für Neue Musik statt, geleitet von Ninon Gloger, Astrid Schmelig und Pug Andersen. Das Konzert am 16. August um 17 Uhr im Haus Eden in Lübeck bildete den Abschluss der Woche.
Nach einer einjährigen Pause startete das Ensemble mit einem neuen Konzept. Statt freien Anmeldungen und Akquise wurden die Musiker*innen durch verschiedene Institutionen bzw. Lehrkräfte nominiert - die Musikschulen in Schleswig-Holstein, die Studienvorbereitende Ausbildung des Landesverbands der Musikschulen Schleswig-Holstein, das ISMA (Institut für Schule und Musik der Musikhochschule Lübeck) sowie durch Stipendien beim Landeswettbewerb Jugend musiziert Schleswig-Holstein. Zudem konnten sich Interessierte bzw. Ehemalige frei bewerben. 2026 haben 12 junge Musiker*innen aus ganz Schleswig-Holstein teilgenommen: Eva Johanna Freitag und Charlotte Starke (Geige), Lina Ritschard (Violoncello), Daria Kryvych und Katharina Wirch (Flöte), Henri Quartier (Klarinette), Pauline Rau (Trompete), Marion Fuß und Emma Arkenau (Posaune), Ben Elias Guerra (Euphonium), Iona Soltau (Harfe) sowie Hanna Haritz (Schlagwerk).
Ziel war es, den Teilnehmer:innen eine intensive Auseinandersetzung mit Zeitgenössischer Musik zu ermöglichen. Nach Feststehen der Besetzung wurden Werke von Vinko Globokar, Noriko Kawakami, Matthias Kaul, Klaus Huber und Frederic Rzewski ausgewählt, um optimal auf die Gruppe abgestimmt arbeiten zu können. In kleinen Kammermusikbesetzungen und im großen Ensemble erarbeiteten sie die Stücke unter professioneller Anleitung. Die Proben waren geprägt von Kreativität, Konzentration und einer guten Portion Humor.
Der musikalische Unterricht wurde durch Einheiten in Yoga und Instrumentenpräparation sowie Spieltechniken der Zeitgenössischen Musik.
Ein besonderer Moment war der Besuch der Komponistin Noriko Kawakami am 15. August, die mit den Musiker:innen an ihrem Stück One Team arbeitete und das Ensemble auch zum Konzert begleitete. Ihr wurde mit besonderem Applaus gedankt – eine einmalige Gelegenheit für alle Beteiligten.
Das Haus Eden erwies sich als idealer Konzertort. Die Akustik und die Größe des Raumes waren perfekt auf das Konzert abgestimmt, sodass selbst die leisesten Passagen gut zur Geltung kamen. Alle Teilnehmer:innen wurden mit gebührenden Applaus gewürdigt.
Mit Vorfreude blickt das Ensemble auf das nächste Jahr!