Freiberufliche Musiker*innen weiterhin in Notlage

Sängerin Miu

Laufend werden derzeit Anträge an die Bundeshilfen für „Soloselbständige“ gestellt und in Schleswig-Holstein durch die IB Bank beschieden. Spätestens mit den ersten abschlägigen Bescheiden aufgrund fehlender Betriebskosten erweist sich dieses Hilfsprogramm für Musiker*innen als nicht tauglich. „Es bliebe fast nur die Option Sozialhilfe zu beantragen, aber entgegen den Darstellungen durch die offiziellen Stellen, ist dies eben nicht unbürokratisch möglich“ so die freiberufliche Sängerin Miu aus Norderstedt, die selbst mehr als zehn Konzertabsagen seit März hinnehmen musste - ihr ebenfalls freiberuflich tätiger Partner rund 20. „Es geht schon damit los, dass die finanzielle Situation meines Partners durchleuchtet wird, Zuverdienste nicht unproblematisch möglich sind, und und und“.

Die Konferenz der Wirtschaftsminister der Länder hat bereits Nachbesserung bei den Hilfen für „Soloselbständige“ gefordert: eine monatliche Entnahme zum Lebensunterhalt in Höhe von 1180 € soll aus Betriebsausgaben anrechenbar sein. „Ein fairer Vorschlag, der endlich bei den Freischaffenden für eine gewisse Sicherheit sorgen würde. Landes- und Bundesregierung haben frühzeitig die Not der freischaffenden Künstlerinnen und Künstler erkannt und Hilfen zugesagt. Mit der Umsetzung des neuen Vorschlags, würde diese Zusage wirksam erfüllt“ so Dr. Volker Mader, Präsident des Landesmusikrates Schleswig-Holstein e.V.

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