Popnet.sh geht in die nächste Runde

Popnet.SH startet in Phase II

Mann blickt in die Kamera, er hat eine Gitarre umgehängt
Netzwerkkoordinator Ingo Hassenstein

Im vergangenen Jahr initiierte der Landesmusikrat im Verbund des KMB das Popnet.SH. Das Projekt soll die Popmusikszene in Schleswig-Holstein untersuchen und vernetzen. Mit Ingo Hassenstein übernimmt ein motivierter und gut vernetzter Musiker die Federführung der Zweiten Phase. In seiner Rolle der Netzwerkpersönlichkeit wird er das Projekt weiter ausbauen. Der Musiker und Komponist hatte bereits zahlreiche Lehraufträge. Neben der Songproduktion diverser Musikrichtungen für nationale und internationale Fernsehformate, begeistert sich der gebürtige Hamburger auch für das Netzwerken und Organisieren. Dieses Interesse führte ihn in den Landesmusikrat. Bei uns übernimmt er die Weiterentwicklung des Bandwettbewerbs Local Heroes und die Rolle des Netzwerkkoordinators für das Popnet.sh. Unter seiner Leitung wird das Mapping der Szene in die Öffentlichkeit getragen. Zudem wird Ingo weitere Workshops organisieren und die Angebote zu Vernetzung von Veranstaltenden und Musiker*innen ausbauen. Fragen, die ihn dabei besonders interessieren, sind: Was hat ein*e Musiker*in davon, sich zu vernetzten? Was ist der Mehrwert von Vernetzung in der Musik- und Veranstaltendenszene? Die Prioritäten des Programms werden Mitte Januar festgesetzt.

Damit schließt Ingo Hassenstein an eine erste Phase an, in der Nina Graf erste Erfolge für die Popszene Schleswig-Holsteins verzeichnen konnte:

Mapping der Szene

Vielfältige Datenquellen wurden gesammelt und ausgewertet, darunter Informationen von Livekomm, der Künstlersozialkasse, GVL, dem KMB und der Clubstudie der Initiative Musik. Im zweiten Quartal 2023 wurde ein erstes Handout mit Fakten und Zahlen zur Popularmusikszene erstellt und im Frühsommer veröffentlicht. Diese Daten bildeten teilweise die Grundlage für die Entwicklung einer öffentlich nutzbaren Datenbank, deren Inhalt und Screendesign bis Ende 2023 erstellt wurden. Die Datenbank befindet sich derzeit in der Programmierphase und wird bald online gehen. Die fortgesetzten Netzwerkaktivitäten im Bundesland unterstützen zusätzliche Akteurinnen dabei, die Datenbank kontinuierlich zu füllen und zu erweitern.

Vernetzung von Veranstaltenden

Darüber hinaus ermöglichte das Projekt die Vernetzung vier Netzwerktreffen für die Veranstaltendenszene. Die Resonanz war äußerst positiv, mit reger Teilnahme von Veranstaltenden, die von kleineren Kulturvereinen über Festivals, Clubs bis hin zu großen Veranstaltungen wie dem Wacken Open Air reichten. Die Veranstaltenden streben langfristig einen Interessenzusammenschluss an. Das Arbeitspensum der Veranstaltenden ist hoch, sodass eine schrittweise Begleitung und Unterstützung bevorzugt wird. Der Landesmusikrat übernahm die Rolle des Initiators und Koordinator. Bis Dezember 2023 wurde die Grundlage für ein gemeinsames Positionspapier geschaffen, das unter den Veranstaltenden diskutiert wird und idealerweise Anfang 2024 gemeinsam veröffentlicht wird. Auch in diesem Prozess unterstützt der Landesmusikrat bei der Vernetzung und Organisation.

Vernetzung von Musikschaffenden

Aufgrund von Datenschutzbedenken, insbesondere bei Einzelpersonen, gestaltete sich das Erstellen von Kontaktlisten und die nachhaltige Nutzung von Daten als problematisch. Zur Lösung dieses Problems wurden zwei Ansätze verfolgt:

Erstens wurden fünf Onlineworkshops zu verschiedenen Themen mit renommierten Dozierenden konzipiert und angeboten. Interessierte konnten sich anmelden und ihre Einwilligung zur Datennutzung geben. Die Workshops zu Themen wie Booking, Mental Health, TikTok und Fördermöglichkeiten, wurden über verschiedene Kanäle verbreitet und erhielten positive Resonanz. Diese Workshops ermöglichten nicht nur die Datensammlung, sondern verschafften auch einen inhaltlichen Überblick über die Bedürfnisse und Herausforderungen der Musikschaffenden.

Zweitens wird in der geplanten Datenbank eine Künstler-Datenbank integriert, in die sich gezielt Künstler*innen und Bands aus Schleswig-Holstein eintragen können. Das Ziel ist die Sichtbarmachung der Szene und das kontinuierliche Sammeln wertvoller Daten über die Künstler*innen.

Wir bedanken uns für den vielseitigen Einsatz von Dozierenden und Akteur*innen der Veranstaltungsszene, die den Auftakt des Projektes so tatkräftig unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt den Förderern des Projektes, dem KMB.SH, Der Initiative Musik, der Livekomm, der LAG Jazz sowie der Landesbibliothek Schleswig-Holstein!

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