Ulrike Czerwinski - Bundesverband freier Musikschulen

Foto: privat

Welche besonderen Merkmale hat aus Ihrer Sicht das schleswig-holsteinische Musikleben?

Bildungsmöglichkeiten im ländlichen Raum sind rar.
Oft sind Familien und SeniorInnen durch Entfernung, hohe Fahrkosten und Zeitaufwand von musikalischen und damit auch sozialen und Bildungs-Angeboten ausgeschlossen. 
Eine Musikschule ist ein wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur.

Welche Schwierigkeiten ergeben sich für Sie beim Musizieren / bei Ihrem musikalischen Engagement?

G8 belastet die Jugend zeitlich sehr.
Aktives Musizieren ist für unsere Zielgruppen wenig attraktiv. 
Qualifiziertes Personal und geeignete Unterrichts/Probenräume sind schwer zu bekommen.

Wo sehen sie für Ihre musikalische Arbeit den wichtigsten Veränderungsbedarf?

Zurück zu G9!

Abschaffung von Smartphone und anderen Massenmedien, und nehmt den Best-Agern ihre Walkingstöcke und den Garten weg!

Welches sind aus Ihrer Sicht die drei wichtigsten Forderungen an eine neue Landesregierung zur zukünftigen Unterstützung des Musiklebens in Schleswig-Holstein?

Abschaffung von G8.

Gerechte Musikalische Förderung= Personenförderung statt Institutionsförderung.

Anreize für ein aktives Musikleben schaffen (Orchesterstellen/ Musiklehrer, Unterstützung musikalischer Projekte wie Chören, Laienorchestern, Ensembles und Bands).

Haben Sie konkrete Vorschläge für politische Maßnahmen, um diese Forderungen umzusetzen?

Überdenken Sie Ihre Förderkultur, die einseitige Institutionsförderung ist eine Kreativitäts-Bremse!! Und zudem teuer!!

Schaffen Sie Anreize für private Initiativen.

Nutzen Sie im Kulturbereich die Vorteile von public private partnership.

Geben Sie Musikern Planungssicherheit.

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