[Landesmusikrat Schleswig-Holstein] -  Landtagswahl 2012

Die Wahlprüfsteine 2012

Zusammen mit seinen Mitgliedsverbänden und Institutionen hat der Landesmusikrat Fragen an die Parteien formuliert, die sich am 6. Mai zur Landtagswahl stellen.
Die ausführliche Fragesammlung und die Antwortschreiben der Parteien finden Sie hier: Wahlprüfsteine.

Kommentar vom Präsidenten des Landesmusikrates

Dr. Klaus Volker Mader
Es ist eine gute Tradition, vor Wahlen die Intentionen der antretenden Parteien zu bestimmten Themen mit sogenannten Wahlprüfsteinen zu hinterfragen. Der Landesmusikrat Schleswig-Holstein ist in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsverbänden dieser Tradition vor den Landtagswahlen am 6. Mai gefolgt. Die im Rahmen dieser Wahlprüfsteine zusammengetragenen Fragen zur Musikpolitik wurden sehr sorgfältig und präzise ausgewählt und formuliert, um den Parteien klare Aussagen zu ihren musikpolitischen Konzepten zu ermöglichen. Allen Personen und Verbänden, die sich an dieser Arbeit beteiligt haben, sei an dieser Stelle für ihr Engagement ganz herzlich gedankt!

Hat sich diese Mühe nun gelohnt? Im Detail mag sich jeder Betrachter selbst ein Bild davon machen, da die Antworten der Parteien ab heute ungekürzt auf der Website des Landesmusikrates einsehbar sind. Das dies erst heute geschieht, ist der Tatsache geschuldet, das der Landesmusikrat dem Wunsch einzelner Parteien um Fristaufschub zwecks der Chance einer Nachbesserung nachgekommen ist.

Insgesamt bleibt zu vermerken, dass keine der befragten Parteien die Chance zur Darstellung eines strategischen musikpolitischen Konzepts genutzt hat. Die Antworten sind von sehr unterschiedlicher Qualität, teilweise sogar von ausgeprägter Realitätsferne. Die Aussagen zeigen bestenfalls Problemakzeptanz mit hilflosem Hinweis auf die allgemeine haushaltspolitische Lage. Frei nach dem Motto: „Problem erkannt, Lösung vertagt“.

Alles in allem drängt sich dem Betrachter als Fazit die Erkenntnis auf, dass kulturpolitische und insbesondere musikpolitische Fragen im Wahlkampf immer noch nicht die Bedeutung haben, die sie verdienen. Kultur wird in den Sonntagsreden der Politiker als absolute Notwendigkeit gepriesen, wenn es um das Schaffen angemessener Rahmenbedingungen geht jedoch meistens hinten angestellt.

Dr. Klaus Volker Mader
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