Wie ist die unterschiedliche Wirkung auf den Zuhörer, wenn die kleine Nachtmusik in Dur oder Moll erklingt - und was hat das mit Regierung und Opposition zu tun? Der Referent der Veranstaltung - Dr. Stephan Frucht wusste darauf verblüffende Antworten.
Der Geschäftsführer des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI zeigte als promovierter Mediziner, Label-Inhaber und ausgebildeter Musiker am Dienstagabend im Landeshaus eindrucksvoll, welche immensen pädagogischen Ressourcen im Bereich der musikalischen Bildung liegen. Mittlerweile wissenschaftlich durch Studien belegt, erläuterte Frucht die extrem positiven Wirkungen des aktiven Musizierens auf die Persönlichkeitsentwicklung, die Intelligenz, das Sozialverhalten oder die Entwicklung rhetorisch-kommunikativer Fähigkeiten.
Dabei verwies er immer wieder auf prominente Beispiele, denn nicht nur für Helmut Schmidt, Bill Clinton und Verkehrsminister Tiefensee ist Musik offenbar weit mehr als nur ein „weicher Standortfaktor“.
In der abschließenden Diskussionsrunde zeigte sich nicht nur Dr. Arne Wulff sichtlich beeindruckt von Inhalt und Form des Vortrages: „Alle, die nicht gekommen sind, haben etwas verpasst!“, resümierte der Chef der Staatskanzlei. Die Veranstalter, Landesmusikrat, Musikerverband, Musikschul- und Schulmusikerverband, werden dies aufgreifen. Weitere Informationsabende im Landeshaus sind geplant.
Eine Fotodokumentation ist unter http://www.landesmusikrat-sh.de/index.php?id=174 einzusehen.