[Landesmusikrat Schleswig-Holstein] -  Aktuelles
14. Jan 2011

Dirigent Klauspeter Seibel ist tot

Der Dirigent wirkte von 1987 bis 1995 am Kieler Theater als Generalmusikdirektor

Der Deutsche Musikrat und die Landesmusikräte trauern um Klauspeter Seibel, der am 8. Januar 2011 nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstarb.

 

Lothar Zagrosek, Vorsitzender des Beirats Dirigentenforum im Deutschen Musikrat: „Tief betroffen haben wir vom Tod Klauspeter Seibels erfahren, der als Gründungsmitglied des Beirats das Dirigentenforum wesentlich geprägt hat. Vielen jungen Dirigenten hat er auf dem Weg durch das Förderprogramm mit Rat und Tat zur Seite gestanden. In großer Dankbarkeit für sein Engagement nehmen wir Abschied von Klauspeter Seibel. Den Angehörigen gilt unser aufrichtiges Beileid.“

 

Klauspeter Seibel, 1936 in Offenbach geboren, hatte Klavier, Komposition und Dirigieren studiert und debütierte mit 21 Jahren am Gärtnerplatztheater München. Als Kapellmeister wirkte er in Freiburg, Lübeck, Kassel und Frankfurt, bevor er 1975 Generalmusikdirektor an den Städtischen Bühnen Freiburg wurde. 1978 ging er als Stellvertreter Christoph von Dohnányis an die Hamburgische Staatsoper und wurde 1980 zusätzlich Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker. 1987 wurde er als Generalmusikdirektor nach Kiel berufen. Acht Jahre später wählte ihn das Louisiana Philharmonic Orchestra in New Orleans zu seinem Chefdirigenten.


Auch als Pädagoge hat Klauspeter Seibel sich einen Namen gemacht. Aus seiner Dirigierklasse, die er ab 1980 an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater aufgebaut hatte, gingen viele namhafte Schüler hervor, so z. B. Michael Boder, Detlef Müller-Siemens, Ulf Schirmer, Carlos Spierer, Stephan Tetzlaff, Lutz de Veer u.v.m. Als Gastprofessor für Dirigieren wirkte er außerdem an der Juilliard School of Music, und die Loyola University in New Orleans verlieh ihm 2008 den Ehrentitel Doctor of Music.


Klauspeter Seibel wird in Hamburg auf dem Friedhof Ohlsdorf im engen Kreis der Familie bestattet.


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