Nach dem momentanen Stand der Informationen werden die Landesmittel für die Arbeit des Landesmusikrates Schleswig-Holstein im Haushaltsjahr 2011 um 11 Prozent gekürzt. Als Träger von Landesjugendorchester, Landesjugendjazzorchester und Landesjugendchor sowie Ausrichter diverser Wettbewerbe wie dem Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ nimmt der Landesmusikrat wesentliche Aufgaben im Bereich der musikalischen Jugendbildung war.
Durch die Sparvorgabe der Regierung sieht der Präsident des Landesmusikrates, Dr. Klaus Volker Mader, die Fortführung dieser Projekte essentiell gefährdet: „Es ist schon schwer einzusehen, dass eine Landesregierung, die kulturelle Jugendbildung zum Schwerpunkt Ihrer Politik erklärt, ausgerechnet eine Institution überdurchschnittlich belastet, die mit dem Landesmitteln nahezu ausschließlich dieses Ziel verfolgt.“
Die Durchführung der Projekte des Landesmusikrates, die in den letzten Jahren mit viel ehrenamtlichen Einsatz unter Ausnutzung sämtlicher finanzieller Einsparpotentiale gerade noch ermöglicht werden konnte, ist mit der neuen Finanzvorgabe aus der Landesregierung akut gefährdet.
„Wir befinden uns damit in einer beunruhigenden Abwärtsspirale“ so Dr. Mader weiter, „denn von unseren Projekten für die Förderung der musikalisch begabten Jugendlichen hängt ganz wesentlich der Nachwuchs von Musiklehrern an allgemeinbildenden Schulen und an Musikschulen ab. Anders als bei den meisten anderen Studiengängen reicht das Abitur alleine nicht zur Aufnahme des Musikstudiums. Die zukünftigen Musikstudenten sind auf die studienvorbereitende Ausbildung der Musikschulen ebenso angewiesen wie auf die Förderung in den Landesjugendensembles, Wettbewerben und Kursen des Landesmusikrates.“