Über 100 Unternehmen hatten sich dieses Jahr für den Preis beworben, der vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI gemeinsam mit dem Handelsblatt und der Süddeutschen Zeitung einmal pro Jahr vergeben wird. Eine hochkarätige Jury (u.a. Dr. Clemens Börsig (Vorstandsvorsitzender des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Bank AG), Hans Werner Kilz (Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung), Udo Kittelmann (Direktor Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin) und Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehmann (Präsident des Goethe-Instituts)) hatte die Qual der Wahl in den Kategorien "Große Unternehmen" (mehr als 2000 Mitarbeiter), "Mittlere Unternehmen" (200 bis 2000 Mitarbeiter) und "Kleine Unternehmen" (bis 200 Mitarbeiter) das jeweils beste Projekt auszuwählen.
„Mit dem John Lennon Talent Award fördern die Itzehoer Versicherungen bundesweit und mit hoher Reichweite auf nachhaltige Art und Weise junge Rock- und Pop-Musiker“, hob Dr. Börsig das Engagement des Unternehmens bei der Preisübergabe an Wolfgang Bitter, den Vorstandsvorsitzenden der Itzehoer Versicherungen, im Berliner Haus der Deutschen Wirtschaft hervor. Es sei ein sehr langfristiges Projekt in einem Bereich, in dem junge Künstler sonst selten ohne kommerzielle Zielsetzung unterstützt werden.
Für die Itzehoer ist der JLTA die größte Maßnahme im Rahmen ihrer vielfältigen Kulturförderungen. Das Musik-Engagement sei zwar ungewöhnlich für eine Versicherung, doch beide Bereiche hätten grundlegende Gemeinsamkeiten, so Wolfgang Bitter: “Es geht immer um Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit und Kontinuität – nur damit hat man als Versicherung Erfolg.” Die Aktivitäten der Itzehoer beim JLTA orientieren sich deshalb nicht an kurzfristigen Erfolgen. “Wichtig ist uns, jungen Musikern zu helfen, ihren eigenen Weg zu finden und so langfristige Erfolge zu ermöglichen, auch jenseits des Mainstreams.”
Erstmalig wurde der JOHN LENNON TALENT AWARD 1991, zunächst nur im norddeutschen Raum, von den Itzehoer Versicherungen veranstaltet. Von Anfang an war dieser Musikpreis für Newcomer mehr als ein reiner Bandwettbewerb: Klaus Voormann, einer der bekanntesten Studiomusiker Deutschlands wurde von den Itzehoer Versicherungen mit der Entwicklung des Konzeptes betraut und koppelte den Live-Contest bereits zu Beginn an ein umfangreiches Förderangebot.
Yoko Ono gab ihre Zustimmung zu dem Musikpreis aus Schleswig-Holstein unter der Bedingung, dass der JOHN LENNON TALENT AWARD sich nicht kommerziell für die Förderung junger Talente aus Rock und Pop einsetzt. Diese Auflage gilt bis heute, vor jedem Neustart des JLTA muss die Erlaubnis der Lennon-Witwe eingeholt werden.
Der JLTA ist einer der ältesten und renommiertesten Nachwuchswettbewerbe in Deutschland. Dem durch Klaus Voormann entworfenem Konzept, den Live-Contests in großen Clubs eine umfassende Förderung der Musiker zur Seite zu stellen, sind die Veranstalter des JOHN LENNON TALENT AWARD bis heute treu geblieben. Seit 1999 wird der Wettbewerb bundesweit veranstaltet: Die Musikerinnen und Musiker präsentieren sich bei den JLTA-Live Contests in Hamburg, Berlin, München und traditionell in Kiel ihrem Publikum. Das JLTA-Förderprogramm wurde kontinuierlich weiterentwickelt und auf die Bedingungen der jeweiligen Zeit angepasst. Ebenso ist die Anzahl der Preisträger-Acts gestiegen: Zum JLTA 2008/2009 werden 15 Bands bzw. Solisten in die Förderung aufgenommen.
Die Veranstalter sehen die Aufgabe des JOHN LENNON TALENT AWARD in erster Linie darin, den Preisträgern Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten, zu beraten, Know-how und Erfahrungswerte in enger Zusammenarbeit mit Praktikern aus der Branche zu vermitteln sowie Austausch und Raum für Experimente zu bieten. Die Musikerinnen und Musiker sollen auf ihrem Weg in die Professionalisierung unterstützt werden und entsprechendes Handwerkszeug und Anregungen für ihre musikalische, künstlerische Arbeit vermittelt bekommen.
Ebenfalls wichtig für die beteiligten Künstlerinnen und Künstler ist die Community der Preisträger, die den Entwicklungsprozess durch Austausch und positive Konkurrenzsituationen fördert, die Akzeptanz und die Hilfestellung durch prominente Künstler, die Vermittlung von Auftrittsmöglichkeiten sowie die finanzielle Unterstützung bei verschiedenen Projekten.
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